Internationale Turniere

     
 Termine
   
Amtierende Titelträger
   
Schachweltmeister
Magnus Carlsen (NOR) seit 2013
 
2018 in London
 
Schachweltmeisterin
Hou Yifan (CHN) seit 2016
 
 
Schacholympiade 
2018 in Batumi, GE
Open: China
Frauen: China

 
Europäische Mannschaftsmeisterschaft
2018 in Griechenland
Open: Aserbaidschan
Frauen:  Russland

 

Kategorie Veranstaltung Ort Termin
[JJJJ]

[MM]

[TT]
Spielmodus
International Schachfestival Basel, CH
01
Turnier
International Tata Steel Chess Tournament Wijk aan Zee, NL
01
Turnier
International Tradewise Gibraltar Chess Masters Gibraltar, GBZ
01
Turnier
International Internationales Schachfestival Biel, CH
07
Turnier
International Offenes internationales Schachturnier in Klausen Klausen, Südtirol
08
Schnellschach
International Vienna Chess Open Wien, A
08
Turnier
International Schaaktoernooi Hoogoven, NL
10
Turnier
International Chess Classics London, GB
12
Turnier
International Schaakfestival Groningen, NL
12
Turnier
International Weihnachtsopen Zürich, CH
12
Turnier
International Chess Congress Hastings, GB
12
Turnier
    
 
 
News

   

   
Schach-WM, 2018-12-10
   

(Jäger) Der Norweger Magnus Carlsen hat seinen WM Titel durch einen Sieg im Tiebreak ( 3 Schnellpartien) verteidigt , nachdem alle 12 Partien mit regulärer Bedenkzeit im Kampf mit dem Herausforderer Fabiano Caruana Remis geendet hatten. 1500 Jahre Schachgeschichte sind vergangen, seit unser Spiel um 500 AD in Indien unter der Sanskritbezeichnung Tschaturanga entstand und über Persien in die arabischen Länder gelangte. Im Zuge der Islamisierung nahm es seinen Weg über Spanien und Italien nach Mitteleuropa und gehörte in den Zeiten der Kreuzzüge zu den ritterlichen Tugenden. Seit damals hat es immer wieder Spieler gegeben, die ihren Zeitgenossen überlegen waren, wie der Araber Stamma , der Italiener Greco, der spanische Geistliche Ruy Lopez oder der Franzose Philidor. Weltmeisterschaften aber gibt es erst seit 1886 mit dem Sieg des Pragers Wilhelm Steinitz über Johannes Zukertort aus Russisch Polen. Bis 1946, als Alexander Aljechin unter mysteriösen Umständen im portugisischen Estoril verstorben war, wurde der WM Titel als Privatbesitz gehandelt. Das bedeutet, dass der Herausforderer gezwungen werden konnte, eine bestimmte Summe in einen Topf einzuzahlen, der dann je nach Ausgang des Kampfes geteilt wurde. Der am längsten regierende WM war der Deutsche Dr. Emmanuel Lasker ( 1894-1921). Er nahm sich mehrmals Pausen vom Schach, um seine mathematischen und philosophischen Studien fortzusetzen. Ab 1946 werden die WM Kämpfe unter der Regie der FIDE , des Weltschachverbandes durchgeführt. Mit Michail Botwinnik beginnt die Reihe der sowjetischen Champions bis zu Boris Spasski, der 1972 dem US Boy Bobby Fischer , der im „Kampf der politischen Systeme“ unterlag. Fischers Benehmen war oft grenzwertig, er hat aber dafür gesorgt, dass inzwischen die Schachmeister gut bezahlt werden. Welch ein Unterschied zwischen dem sich mühsam durchs Leben schlagenden Steinitz und Carlsen, dem 16. WM der modernen Schachgeschichte, der dank Preisgeldern und Werbeverträgen es zum mehrfachen Millionär gebracht hat. Die Russen spielen immer noch im Konzert der weltbesten Schachspieler mit , auf dem Schachthron aber wurden sie abgelöst von dem Inder Anand und dem Norweger Carlsen.

   
   
Schach-WM
, 2018-11-25
   
(Jäger) Der Weltmeisterschaftskampf in London zwischen Carlsen und Caruana hat das Schach wieder in die Schlagzeilen gerückt. Das Match zwischen den Elo-stärksten Spielern der Weltrangliste ist beim Schreiben dieses Berichts nach 11 Remisen noch offen. Ohne computergestützte Analysen sind die Großmeister nicht mehr konkurrenzfähig. Wer aber glaubt, Schach sei ausanalysiert wie die Brettspiele Dame und Mühle, der täuscht sich. Die leistungsstärksten Programme berechnen bis zu 200 Millionen Züge pro Sekunde. Die Anzahl der möglichen Züge für beide Spieler beträgt beim 1. Zug 40 Optionen und potenziert sich in beinahe unvorstellbarem Ausmaß: Bei einer im Durchschnitt 40 Züge dauernden Partie landet man bei einer Zahl 10 hoch 128, weit mehr als sich der menschliche Geist vorstellen kann. Bei dieser Vielzahl von Zügen kann der Computer nur Hilfestellung leisten, besonders beim „over the board chess“(Turnierschach) muss sich der Spieler selbst entscheiden , welcher Zug in der aktuellen Situation zu machen ist. Noch immer aber gilt die Maxime unseres ehemaligen Weltmeisters Dr. Emmanuel Lasker : Manchmal ist es angebracht, den von der Theorie als zweit-oder sogar drittstärkst beurteilten Zug zu wählen, um die Vorbereitung des Gegners zu unterlaufen ( vor allem, wenn dieser zu theoriegläubig ist).
   
     
Schacholympiade
, 2018-11-16
   
(Jäger) In einem Rückblick auf die 43. Schacholympiade im georgischen Badeort Batumi soll die Leistung der deutschen Frauen und Männer  noch einmal beleuchtet werden. Die deutschen Männer,  die als einzige unter den 185 Mannschaften unbesiegt blieben, belegten den 13. Rang, nur zwei Mannschaftspunkte hinter dem Olympiasieger China und in einem Pulk von 9 Teams von Indien bis Österreich , alle mit 16 Mannschaftspunkten, nur durch das „Torverhältnis“ ( die Brettpunkte ) unterschieden. Unbesiegt blieben Liviu –Dieter Nisipeanu am Spitzenbrett und vor allem Daniel Fridman, dem die Goldmedaille für den besten Einzelspieler verliehen wurde. Alle deutschen Großmeister erzielten einen Score von mindestens 50% der möglichen Punkte, Fridman brillierte mit einer Performance von Elo 2814. Unsere sonst recht erfolgreichen Frauen blieben diesmal hinter den Erwartungen zurück. Sogar die deutsche Frontfrau Elisabeth Pähtz , die erst kürzlich die Barriere von 2500 Elo-Punkten geknackt hatte, konnte bei 151 Mannschaften das Team nicht weiter als Rang 28 führen, weit entfernt von Platz 9 der Setzliste. Eine gute Leistung erbrachten die georgischen Frauen  mit dem Gewinn der Bronzemedaille , nicht sehr überraschend in einem Land, wo bis vor kurzem den Mädchen bei ihrer Heirat ein Schachbrett überreicht wurde. Beide chinesischen Mannschaften errangen die Goldmedaille, beide mit 18 Mannschaftspunkten, die Frauen verdient, die Männer mit einer guten Portion Glück. Groß war die Enttäuschung bei der russischen Männermannschaft über ihren 3. Rang hinter China und den USA, wollte man doch nach 2002 mal wieder ganz oben auf dem Treppchen stehen.
         
         
Schacholympiade
, 2018-10-19

   
(Jäger) In Batumi im kaukasischen Georgien fand die Schacholympiade statt. Die Veranstaltung wird im Abstand von 2 Jahren durchgeführt und ist eine Mannschaftsweltmeisterschaft  für Frauen und Männer. Zum ersten Mal in der Schachgeschichte heimste China beide Titel ein und sorgte bei den Männern knapp vor USA und Russland für eine Überraschung. Der Sieg der Chinesinnen vor der Ukraine und Georgien war dagegen keine Überraschung, die Damen aus dem Reich der Mitte stellen mit Hou Yfan die stärkste Frau und haben weitere starke Spielerinnen  auf der Weltrangliste platziert. Die deutschen Männer haben sich gut geschlagen, sie blieben als einzige Mannschaft unbesiegt , landeten aber bei der Ausgeglichenheit der Teams nur auf dem 13. Rang. Die deutschen Damen mit ihrer Vorkämpferin Elisabeth Pähtz auf Rang 9 gesetzt , konnten mit dem Schlussrang 28 die Erwartungen nicht erfüllen.
   
   
Kandidatenturnier in Berlin
, 2018-03-16

   
(Jäger) Das Kandidatenturnier zur Ermittlung des Herausforderers von WM Carlsen findet vom 10. 3. bis 27. 3. 18 in Berlin statt. So wie vor zwei Jahren die Bolle Meierei für die Rapid-WM wurde auch diesmal mit dem Alten Kühlhaus in Kreuzberg , einem Backsteingebäude aus den Gründerzeit, ein extravaganter Austragungsort gewählt. Acht Kandidaten, die crème de la crème des Schachs , streiten sich in einem doppelrundigen Turnier zur Ermittlung des Herausforderers von WM Carlsen. Von den Experten wurde der Armenier Lewon Aronjan auf den Favoritenschild gehoben , seine Familie lebt in Berlin, er hat schon für die Berliner Schachfreunde in der Bundeliga gespielt und er ist in der Schachszene sehr beliebt. Allerdings gibt es einen Haken: Meistens gewinnt nicht der Favorit. Beim Schreiben des Berichts sind die ersten beiden Runden gespielt, es führen Mamedjarov, Kramnik und Caruana mit je 1,5 Punkten. Für die Berliner gibt es Positives zu vermelden, das Cafe Einstein in der Kurfürstenstraße hat eine Schachecke eingerichtet.
   
         

St. Louis, 2017-10-15

(Jäger) St. Louis am Mississippi ist Kaderschmiede und Mekka der Schachspieler in den USA. Der Milliadär Rex Sinquefield hat mit dem Chess Club and Scholastic Center einen Schachtempel errichtet und damit dem US-Schach einen unerwarteten Aufschwung beschert. Die ersten Früchte dieser neuen Schachbegeisterung erkennt man am Olympiasieg der US Boys und an den Erfolgen bei der Kadetten-WM U8- U12, wo die amerikanischen Mädchen und Jungen 3 der 6 WM Titel errangen. Ein neu installiertes Blitz- und Schnellschachturnier in St. Louis ist mit ein Verdienst des Ex-WM Garry Kasparow, der nach 12jähriger Abstinenz wieder auf die Schachbühne zurück gekehrt ist. Der 54jährige stand natürlich im Mittelpunkt des Interesses , wobei die Turnier-Homepage millionenfach angeklickt wurde. Kasparow ließ in manchen Partien sein früheres Können aufblitzen, er hatte aber in der langen Schachpause einigen Rost angesetzt und musste mit einem der hinteren Plätze im Feld der Top Ten –Spieler vorlieb nehmen. Seit 1972 mit dem WM Sieg von Bobby Fischer über den Russen Boris Spassky , der als Sieg der westlichen Hemisphäre hochgejubelt wurde, hat sich Entscheidendes geändert: Inzwischen spielen die Supergroßmeister aus Ost und West dort , wo gutes Geld zu verdienen ist. Als Beispiel dient der deutsche Mannschaftsmeister Baden-Baden, gesponsert von der Grenke Leasing Co. , der an den ersten 8 Brettern keinen deutschen Spieler gemeldet hat, dafür aber mit Caruana, Aronjan, Vachier-Lagrave und Anand allein 4 Spieler der Top Ten der Weltrangliste. Auf Platz 13 erscheint für die kommende Saison die chinesische Weltmeisterin Hou der Weltrangliste. Auf Platz 13 erscheint für die kommende Saison die chinesische Weltmeisterin Hou Yifan .
   
  
   
 
   
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